Psychodrama

In der Psychodramatherapie liegt der Fokus vor allem auf den zwischenmenschlichen Beziehungen, die durch Rollenfixierung, Rollendefizite, Behinderungen in der Verwirklichung kreativer Möglichkeiten zu Einschränkungen und Leiden führen. Die Spontaneität kann gehemmt oder destruktive enthemmt sein.

Ziel der therapeutischen Bemühungen ist es, erstarrtes Rollenhandeln situationsgerecht flexibel und spontane, kreative Energie verfügbar zu machen.

Die Mittel dazu sind die szenische Darstellung oder Aufstellung gegenwärtiger, vergangener zukünftiger oder phantasierter Situationen innerhalb der Gruppe, in Paar- oder Einzelsitzungen, die Klärung problematischer zwischenmenschlicher Beziehungen, das Erkennen und Beheben von Kommunikationsstörungen und dysfunktionaler Interaktionen, die Entwicklung fehlender Rollen und innerer Figuren sowie den Abbau bzw. die Umwandlung destruktiver Rollenmuster. Die Wiederholung von konflikthaften Szenen aktualisiert das Problem, führt zu Einsicht, Bewältigung und Lösung, wobei die Möglichkeiten (Ressourcen) und Grenzen der KlientInnen berücksichtigt sind. Daraus ergeben sich neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten.

Das Psychodrama ist in seiner Lebendigkeit und Vielfalt ein originelles, spielerisches, oft humorvoll-integratives Verfahren zur Förderung kreativer Lebensgestaltung und Begegnungsfähigkeit des Menschen mit  sich und anderen.

Weitere Informationen:
ÖAGG
Psyonline